Alles hat ein Ende …

19. Februar 2010

20 Wochen sind vergangen und das Praktikum nun offiziell beendet.
Ich musste eine wissenschaftliche Arbeit über das Praktikum schreiben. Darin stellt man das Thema vor, präsentiert seine Ergebnisse und muss diese diskutieren. Ich habe zwar schon 2 solche Arbeiten in kleinerem Format geschrieben, aber das war kein Vergleich zu dieser. Das Thema ist ziemlich komplex und es gibt so viele verschiedene Wege und Möglichkeiten wie verschiedene Proteine oder sonst was interagieren. Na ja aber irgendwie hab ich mich da durch gewurschtelt und am Montag hab ich die Arbeit dann abgegeben. In 3 Wochen beginnt das neue Semester und dann muss ich diese Arbeit verteidigen. Dabei muss ich eine power point Präsentation ausarbeiten und so meine Arbeit 3 anwesenden Professoren und sonstigen Interessierten vorstellen und beschreiben was ich da die ganze Zeit gemacht habe. Danach können die Profs und auch alle anderen Fragen stellen und mich in die Enge treiben (das ist deren Spezialität ;) ) Und am Ende bekomm ich dann eine Note, die für das ganze Semester zählt. Also die setzt sich aus dem Gutachten meines Betreuers in Halle (der gibt mir da schon eine Note), der Beurteilung meines Betreuers in Senftenberg und der Leistung bei der Verteidigung zusammen. Na mal sehen wie das so wird…
Auf jeden Fall hat im Labor in der letzten Woche doch noch alles halbwegs geklappt. Aber es war echt so stressig, wie die ganze Zeit nicht. Ich musste teilweise so zeitig aufstehen, dass ich mir selbst so unheimlich leid tat, dass es echt nicht mehr schön war. Aber ich hatte das Ende ja schon vor Augen und hab mir immer gesagt, dass ich dann erstmal ordentlich ausschlafen werde, wenn ich nicht mehr nach Halle fahren muss.
Jetzt ist zwar so von den Versuchen her alles fertig, aber ich stelle nun alle Ergebnisse ordentlich und halbwegs übersichtlich zusammen und arbeite die Präsentation aus, damit ich in Halle schon mal den Vortrag probeweise halten kann und die dort alle Ergebnisse von mir haben, um zu überlegen, wie es nun weiter geht und welche Versuche folgen werden.
Es ist immer schwierig und prinzipiell haben die Versuche schon ein wenig Aufschluss gebracht und verschiedenen Unklarheiten etwas erleuchtet, aber es ist nicht so einfach, dass auf Allgemeines zu beziehen. Auch wenn die Zellen von dem gleichen Gewebe sind, sind die doch, je von welchem Patienten die entnommen werden, total verschieden und verhalten sich auch anders. Obwohl das theoretisch gar nicht s wirklich möglich ist. Aber die machen einfach was sie wollen. Frechheit!
Und daher geht die Forschung weiter und man wird sich noch ewig mit den komischen Zellen rumschlagen müssen :)
Aber bei mir läufts nun erstmal ein bissl ruhiger und ich freu mich mir das vormittags-TV-Programm zu Gemüte führen zu können und schön abzugammeln. Aber damit die gehaltslosen Serien nicht auch meine Gehirnleistung auf ein Minimum reduzieren, kümmere ich mich natürlich nebenbei darum meine Präsentation für die Verteidigung zu entwerfen, mein Laborbuch und meine Dateien für das Labor zu ordnen und mich um eine Stelle für die Bachelor-Arbeit zu bewerben. Es wird halt nie langweilig…

Die letzte Woche ist angebrochen.

01. Februar 2010

Heute ist der letzte Montag, den ich offiziell im Labor gearbeitet habe. Ja ja die Zeit rast langhin und mir ein wenig davon.
Im letzten Eintrag hab ich ja geschrieben, dass ich nun die ganzen real time PCRs nochmal machen muss. Und da bin ich auch grad ordentlich dran und krieg mittlerweile schon ne kleine Krise, wenn ich das ganze Zubehör zu dieser PCR sehe. Um so ein Ding anzusetzen muss man ein Haufen Zeugs zusammen pipettieren. Immer wieder klitzekleine Gefäße befüllen und das immer wieder in der gleichen Reihenfolge und immer wieder 72 Proben und immer wieder von 1 bis 72 zählen … ja ich sags ja … da wird man verrückt.
Na ja aber es gibt eine gute und – wie immer – natürlich auch eine schlechte Nachricht. Zuerst die Gute: das momentan schon verhasste Protein wurde erfolgreich blockiert. Also hat sich der Samstag im Labor gelohnt, was schon mal sehr erfreulich ist. Die schlechte Nachricht ist jedoch, dass ich eine neue Substanz benutze, die nun dummer Weise auf manche Gene nicht wirkt und die real time PCR nicht funktioniert. Also wurde dann letzte Woche noch ganz fix eine andere Substanz bestellt, die heute angekommen ist. Leider ist der erste Versuch mit dem neuen Zeug fehlgeschlagen und hat wieder nicht das Ergebnis gebracht, was eigentlich hätte da sein müssen. Die Frage ist jetzt, ob ich mich einfach nur vermacht hab beim immer wieder von 1 bis 72 zählen und so oder ob es jetz immer noch nicht geht. Da ja meine letzte Woche schon am Laufen ist, muss einfach die erste Methode zutreffen. Ich hoffe es. Na ja und durch dieses Problem ist nun mal wieder ein Haufen Zeit drauf gegangen, weil ich nun das eine Gen schon zum vierten Mal in die real time PCR schicke. Und das ist mittlerweile so nervig. Man man man … aber das schaff ich jetzt die letzte Woche auch noch.
Wenn ich nichts weiter mehr zu tun hätte, wäre das ja theoretisch auch nicht so das Problem, aber ich muss auch noch die Zellzyklusanalyse machen und das mit 40 Proben. Da sitze ich an der Sterilwerkbank und die ganze Arbeitsfläche ist voll mit kleinen Petrischalen. Da ist Organisation mal wieder alles. Bisher ist auch jede Behandlung ohne Verwechslungen oder andere unangenehme Zwischenfälle verlaufen. Ich hoffe natürlich, dass das auch bis zum Schluss so bleibt und der Versuch erfolgreich von Statten geht …